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Herzog.Baum
Samen und Pflanzen GmbH
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Die Wildbirne (Pyrus communis)
Wie die meisten Wildobst- und Obstbäume gehört auch die Wildbirne (Pyrus pyraster) zu den Rosengewächsen. Sie entwickelt sich zu einem kleinen bis mittelgroßen Baum und erreicht eine maximale Höhe von 15 – 20 m.
Wildbirnen stellen vor allem während der Blüte im Mai ein sehr bereicherndes Element für die Landschaft dar. Die Früchte sind wesentlich kleiner als die der Kulturbirne und kaum genießbar.
Ihre Verbreitung reicht über ganz Europa. In Österreich tritt sie vorwiegend in den östlichen Ebenen und im Hügelland bis etwa 850 m Seehöhe auf. Dabei bevorzugt sie kalkhältige, trockene Standorte und Waldränder, wo sie nicht so stark der Konkurrenz durch andere Baumarten ausgesetzt ist.
Das Holz der Wildbirne ist rötlich-braun gefärbt, hart, schwer und zäh. Es läßt sich leicht bearbeiten, gut polieren, beizen und färben. Es findet vor allem im Möbelbau Verwendung.
Die Bestände der echten Holzbirne sind in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen. Die Art steht in den meisten Ländern Mitteleuropas auf der "roten Liste" gefährdeter Pflanzen-arten. Probleme treten vor allem durch Einkreuzungen und Verwilderung der Kulturbirne auf. Eine einwandfreie Abgrenzung ist äußerst schwierig. Wichtigstes Unterscheidungsmerkmal ist die Bedornung der Zweige. Allerdings tritt bei der Verwilderung einer Kulturbirne ebenfalls ziemlich schnell eine Dornenbildung auf. Es sollte daher die Gesamtheit der Merkmale berücksichtigt werden.
Seit einigen Jahren laufen auch in Österreich verstärkte Bemühungen, die Wildbirne zu erhalten. Die Wieder-Einbringung ist vor allem auf Waldwiesen, Waldrändern und Streuobstwiesen sinnvoll. Durch ihre Trockenheitsresistenz ist sie auch für Windschutzanlagen gut geeignet.

